Persönlich schreiben, ohne privat zu werden.
- Sanne Jungermann

- 22. Mai 2024
- 1 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 3 Stunden
Warum Haltung bei LinkedIn stärker wirkt als perfekte Formulierungen.
Auf LinkedIn geht es nicht darum, möglichst emotional zu schreiben. Es geht darum, nicht beliebig zu klingen.

Viele Beiträge bleiben glatt, weil sie nur eine Information transportieren: Ein Tipp, eine Meinung, eine Beobachtung. Das kann fachlich richtig sein und trotzdem nicht hängen bleiben.
Interessant wird es oft erst dann, wenn sichtbar wird, warum eine Person etwas denkt. Welche Erfahrung dahintersteht. Was sie gelernt hat. Was sie stört. Was sie wichtig findet.
Genau da entsteht Verbindung.
Emotionen in LinkedIn-Posts bedeuten für mich nicht: künstlich dramatisieren. Es bedeutet, einen echten Bezug herzustellen.
Eine Geschichte. Eine Beobachtung aus dem Alltag. Einen Moment, in dem etwas klar geworden ist. Gerade persönliche Profile brauchen das. Denn Menschen folgen nicht nur Themen. Sie folgen Perspektiven. Sie folgen Menschen.
Deshalb frage ich in der Arbeit an LinkedIn-Profilen nicht nur: Was sollen wir posten?
Sondern auch:
Wofür steht diese Person?
Welche Werte und welche Haltung sind wichtig?
Welche Erfahrungen prägen sie?
Welche Themen lösen wirklich Resonanz aus?
Aus solchen Antworten entstehen Beiträge, die fachlich bleiben, aber persönlicher werden. Nicht laut. Nicht privat. Sondern erkennbar.
Denn Sichtbarkeit entsteht nicht durch perfekte Texte. Sie entsteht, wenn Menschen verstehen, wer da spricht und warum das relevant ist.
Und genau dort beginnt für mich gute LinkedIn-Arbeit: Nicht beim nächsten Post, sondern bei der Frage, was sichtbar werden soll.



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